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ARCH+ 222 – Projekt Bauhaus 1:
Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?

EUR 18,00

Mit einem Sonderfeature von Assemble sowie Beiträgen von Pier Vittorio Aureli, Andreas Bernard, Gui Bonsiepe, Heinz Bude, Anthony Dunne, Thomas Flierl, Boris Groys, Reinhold Martin, Henk Oosterling, Philipp Oswalt, Christian Salewski, Tomás Saraceno, Luigi Snozzi, Wolfgang Ullrich, Jean-Philippe Vassal, Margarete Vöhringer und anderen. Das Heft enthält u.a. Projekte von 51N4E, Dunne & Raby, Hito Steyerl, Lacaton & Vassal, NL Architects und BeL Sozietät Architektur, PlanBude, Raumlabor, Teleinternetcafe und ZUS.

Die Jahresfrage 2015 von „projekt bauhaus“ und damit dieses Heft haben ganz bewusst die wichtige Frage nach Inhalten einer Transformation zurückgestellt, um sich ganz der Frage zu widmen, welche Rolle Gestaltung – und damit auch die Gestalterin und der Gestalter – hierbei einnehmen kann, wie die Frage von Veränderung also methodisch betrachtet werden kann. Zudem wurde die Betrachtung auf Beispiele aus traditionellen Industrieländern begrenzt, um zunächst die Möglichkeiten und Herausforderungen des eigenen gesellschaftlichen Kontextes zu behandeln.

Die Behandlung der ersten Jahresfrage zur gesellschaftlichen Wirkungskraft von Gestaltung ist in vier Themenfelder strukturiert. Das erste Kapitel widmet sich den „Modellen der Veränderung“, die mit Gestaltungen verfolgt werden. Die anderen drei fokussieren auf zentrale Aufgaben von Gestaltung. Das zweite Kapitel widmet sich dem „Gestalten der Aufmerksamkeit“. Denn Gestaltung von Gesellschaft ist nicht begrenzt auf die Ausformung des Alltagslebens, sondern beginnt mit der Frage, wie Aufmerksamkeiten strukturiert und das Denken und gesellschaftliche Auseinandersetzungen konfiguriert werden. Es stellt sich die Frage, wie Wahrnehmungen in Alltag und Gesellschaft, wie Debatten, Wünsche und Entscheidungssituationen gestaltet werden.

Das dritte Kapitel widmet sich dem „Gestalten des Selbst“. Denn Gesellschaften prägen nicht nur Individuen, sondern Individuen konstituieren mit ihren Praktiken Gesellschaften. Mit der Krise gesellschaftlicher Utopien und der Entstehung neuer Möglichkeiten der Selbstvermessung, des Selbstmanagements und der Selbstoptimierung ist das Individuum in den Fokus gestalterischer Aufmerksamkeit gerückt. Das vierte Kapitel schließlich widmet sich dem „Gestalten von Situationen“ und damit jenen Bereichen, in denen Gestaltung am direktesten Ideen von gesellschaftlichem Lebensalltag artikuliert.

In jedem Kapitel werden in Synopsen grundlegende Handlungsmodelle von Gestaltung knapp vorgestellt und meist mit ausgewählten Projekten vertieft. Insbesondere im vierten Kapitel handelt es sich dabei nur um ausgewählte exemplarische Modelle, die um weitere zu ergänzen sind.

Das letzte Kapitel stellt – ausgehend von einem Beitrag von Reinhold Martin – die zuvor vorgestellten Ansätze in den Kontext heutiger Berufspraxis und gesellschaftlicher Entwicklungen. Die Projektbeispiele umreißen dabei die beiden Extrempole von Affirmation und Utopie.

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