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ARCH+ 234 – Projekt Bauhaus 3:
Datatopia

EUR 22,00

Mit Essays von Moritz Ahlert, Dirk Baecker, Benjamin H. Bratton, Wendy Hui Kyong Chun, Beatriz Colomina und Mark Wigley, Kate Crawford und Vladan Joler, Keller Easterling, Clemens Finkelstein, Elli Kuruş, Bernita Le Gerrette, Matteo Pasquinelli, Andreas Reckwitz, T'ai Smith, Georg Vrachliotis und Ines Weizman und Interviews von Victoria Ivanova und Armen Avanessian, den Ko-Kurator*innen der projekt bauhaus Werkstatt, mit Benjamin H. Bratton, Keller Easterling und Eyal Weizman sowie Interviews von Georg Vrachliotis, Leiter der Summer School Datatopia und Gastredakteur der Ausgabe, mit Katika Kühnreich, Armin Linke, Alex Pentland sowie Peter Weibel

In ARCH+ features 83 erörtern wir anhand der Floating University von raumlaborberlin die Frage, welche neuen ästhetischen, räumlichen, sozialen und politischen Kulturformen derzeit in einer auf Daten basierenden Gesellschaft entstehen können. Mit einer Einführung von Joanne Pouzenc und einem Gespräch mit Benjamin Foerster-Baldenius

Außerdem im Fokus: das Projekt In Plain Sight von Diller Scofidio + Renfro, Medium Design von Keller Easterling, Arbeiten von Ryoji Ikeda, ein Bildessay von Armin Linke und vieles mehr

Mit dem mehrjährigen projekt bauhaus haben wir die Ideen des Bauhauses einer grundlegenden Revision unterzogen. In diesem Zuge sind nicht weniger als drei ARCH+ Ausgaben entstanden. Fragte die erste von ihnen Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?, bestimmte die zweite unter dem Titel Architekturen der Globalisierung einen neuralgischen Punkt zwischen Globalisierung und lokaler Selbstbestimmung als Schauplatz der Architektur von heute. Abschließend diskutiert nun das vorliegende Heft Datatopia eine höchst dringliche Problematik: Stellt die umfassende Datafizierung unserer Gesellschaften die althergebrachten kulturellen und politischen, ökonomischen und ökologischen Systeme grundsätzlich infrage?

Als wir vor vier Jahren mit dem Projekt begannen, schrieben wir: „Die Expansion der Gestaltung in alle Lebens- und Weltbereiche, von den Landschaften, Straßen und Städten bis hin zu den Arbeitsplätzen, der Wohnung und tiefer hinein in die Personen und ihre Beziehungen, in Nanostrukturen und Genome ist gegenwärtige Realität. Vor dem Hintergrund dieser Ästhetisierungen und Subjektivierungen von Herrschaft wäre im allgegenwärtigen Überfluss von Gestaltung möglicherweise deren Abwesenheit ein befreiendes Moment.“

Wäre Abwesenheit von Gestaltung tatsächlich befreiend? Solange unter Gestaltung lediglich Ästhetisierung verstanden wird, hat die These sicherlich ihre Berechtigung. Doch was wäre, wenn Gestaltung mehr umfasste? Was, wenn wir eine Kritik der Gegenwart, deren Komplexität wir ohne Technologie nicht mehr verstehen können, nur mithilfe von Gestaltung formulieren könnten?

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