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Offene Ausschreibung: projekt bauhaus Werkstatt / Datatopia Summer School in der Floating University Berlin

Thank you for your interest in projekt bauhaus Werkstatt / Datatopia. The open call is now over, the selected applicants will receive a notification per email beginning of July.

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30. August – 2. September 2018
Bewerbungsschluss: 20. Juni 2018

Kontakt: datatopia@ekut.kit.edu

Apply by filling out the form

Mit: Morehshin Allahyari, Alliance of the Southern Triangle, Armen Avanessian, Benjamin H. Bratton, Beatriz Colomina, Brave New Alps, Keller Easterling, Victoria Ivanova, Olaf Nicolai, Öffentliche Gestaltungsberatung, T’ai Smith, Ida Soulard, Georg Vrachliotis, Eyal Weizman, Ines Weizman, Mark Wigley und anderen mehr.

© Michael Wolff/laif

projekt bauhaus unternimmt eine kritische Inventur der Bauhaus-Ideen und prüft deren utopisches Potenzial für die Gegenwart und Zukunft. Dabei bedient es sich der Methoden des Bauhaus: In einem Vorkurs (2017) und einer Werkstatt (2018) legt projekt bauhaus die immanenten Widersprüche der westlichen Fortschrittsidee offen und sucht nach alternativen Ansätzen. Ein Jahr vor der Feier des 100-jährigen Bestehens des Bauhauses freut sich der Lehrstuhl Architekturtheorie am Karlsruher Institut für Technologie, in Partnerschaft mit projekt bauhaus Postgraduate-Studierenden und Doktoranden zur Teilnahme an einer viertägigen Summer School im Rahmen der Floating University nach Berlin einzuladen.

Datatopia

Die Vereinten Nationen veröffentlichten kürzlich eine Reihe von Berichten über die unterschiedlichen Anwendungen von Big-Data-Technologien für öffentliche und bürgerschaftliche Projekte, die von zwei bemerkenswerten Annahmen ausgehen: Zum ersten würden Daten in Zukunft „sicher und verantwortungsvoll als öffentliches Gut zum Einsatz kommen“. Zum zweiten vertrat man die Ansicht, dass „digitale Daten neue Wege zu einem besseren Verständnis von Veränderungen im Wohlergehen der Menschen eröffnen“. Im Gegensatz zu der noch immer weit verbreiteten Ansicht, Big-Data-Technologien könnten nur von einzelnen Unternehmen genutzt werden, weist dies auf das enorme Potenzial hin, welches Daten als frei verfügbare Ressource für die Gemeinschaft und die Öffentlichkeit bieten. Daraus ergibt sich für die UNO unter anderem diese zentrale Frage: Wie können Bürger in das Sammeln gemeinschaftsbezogener Daten und in die Kartierung ihres eigenen Lebensumfelds einbezogen werden und wie können sie diese Informationen dann für ihre Zukunftsplanung nutzen? Welche neuen emanzipatorischen Möglichkeiten können aus einem derartigen Ansatz entstehen? Wie würde eine digitale Welt aussehen, wenn Big-Data-Technologien der breiten Öffentlichkeit tatsächlich frei zur Verfügung stünden? Was würde solch ein Schritt für die Gesellschaft bedeuten – kulturell, wissenschaftlich, sozial und politisch?

Vor diesem Hintergrund ergeben sich einige entscheidende Fragen, deren Beantwortung auch für Architektur und Stadtplanung unabdingbar ist:

Wie werden sich Produktionsräume und damit das Konzept der Arbeit verändern, wenn bestimmte materielle und kognitive Abläufe immer weiter von Automatisierungssystemen, künstlicher Intelligenz und Robotern übernommen werden?

Wie werden sich Mobilität und Alltag in den Städten verändern, wenn das Konzept der „Urbanität“ nicht mehr das Synonym für eine bestimmte Kultur städtischer Gemeinschaft ist, sondern im Sinne von „Smart Cities“ für eine effizient regulierte, ständig überwachte Lebensmatrix steht, die mit einer Unmenge anderer Daten synchronisiert wird? Und wie könnte das folglich unser Verständnis vom Hinterland verändern?

Welche Räume müssen für die Optimierung von Körper und Gesundheit entstehen, wenn ästhetische, ethische und medizinische Betrachtungsweisen des menschlichen Körpers zu einem wachsenden Einsatz von Sensoren führt, die biotechnische Daten erheben und daraus automatisch Diagnosen erstellen?

Welche Orte müssten für Bildung, Unterricht und Forschung geschaffen werden, wenn sich das Design nicht mehr mit Kreativität und die Wissenschaft sich nicht mehr mit Hypothesen und Theorien beschäftigt, sondern mit einer neuen Art von funktionalistischem Datenempirismus, in dem das traditionelle, kausale Denken vom Denken in Korrelationen ersetzt wird?

Die Datatopia Summer School wird auf der Grundlage dieser Annahmen mit ausgewählten Fachleuten und jungen Wissenschaftlern aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Theorie, Geschichte, Soziologie, Philosophie, Geografie, Kunst und Kulturwissenschaften interdisziplinäre Strategien und innovative Designmethoden erforschen. Außerdem werden traditionelle Formen des Diskurses und grundlegende Konzepte Gegenstand einer kritischen Diskussion sein.

Die Datatopia Summer School des Lehrstuhls für Architekturtheorie des KIT sucht nach frischen und innovativen Beiträgen, die sich mit diesen Fragen befassen, um auf deren Basis intensiv neue Theorien zu entwickeln.

Datatopia Summer School findet im Rahmen von projekt bauhaus statt

Nach Vorkurs: vom Bauhaus zum Silicon Valley, lässt projekt bauhaus die Werkstattstruktur des Bauhauses im Sommer 2018 wieder aufleben, um das emanzipatorische Potenzial von Technologien, die Dekolonisation des Fortschritts und die Gegenwartskritik durch Design auszuloten. Unter Leitung hoch engagierter und qualifizierter Experten aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Soziologie, Philosophie, Informatik, Politik-, Medien- und Technikgeschichte sowie aus Kunst- und Wissenschaftstheorie stellt das projekt bauhaus eine Reihe von Werkstätten zusammen, die von öffentlichen Vorträgen, Ausstellungen, künstlerischen Performances und zwanglosen Treffen begleitet werden. Der Lehrstuhl Architekturtheorie des KIT freut sich über die Durchführung der Datatopia Summer School innerhalb des Rahmens von projekt bauhaus Werkstatt.

Ort

Die Datatopia Summer School wird in der einzigartigen Berliner Floating University stattfinden, einem innerstädtischen Offshore-Labor für kollektives und experimentelles Lernen, das vom raumlaborberlin entworfen und realisiert wurde.

Wer kann sich bewerben?

Die Datatopia Summer School ist für postgraduierte Studierende und Doktoranden gedacht, deren Forschungsschwerpunkt und persönliches Interesse einen Bezug zu den Fragen der Datatopia haben.

Reisekosten nach und von Berlin sowie die Unterbringung vor Ort während des Sommerkurses werden für die ausgewählten Teilnehmer von der Summer School übernommen.

Die Datatopia Summer School hat sich die Schaffung einer Terminologie für kritisches Denken in einer von Daten gelenkten Gesellschaft zum Ziel gesetzt. Dieser Index wird die Grundlage für die Ausgabe Datatopia von ARCH+, dem führenden deutschen Architekturmagazin, bilden.

Wie kann man sich bewerben?

Apply by filling out the form in English.

Die Bewerber müssen ihre Anwesenheit während des gesamten Programms vom 30. August bis 2. September 2018 zusagen. Bewerbungsschluss ist der 20. Juni 2018. Die ausgewählten Bewerber werden Anfang Juli 2018 informiert.

Datatopia Summer School is a project of:

funded by:

and of:

Projekt Bauhaus is funded by the Bauhaus heute Fund of:

Funded by:

Partner: